Manche Männer würde einmal pro Nacht das Badezimmer aufzusuchen nicht weiter stören – es sind jedoch zwei, drei und viermal – und dies ist unerträglich.
Genauso unerträglich sind die Fakten, wie weit verbreitet dieses Problem eigentlich ist:
- eine geschwollene Prostata ist die Nr. 1 Diagnose, die amerikanische Männer im Alter von 55 Jahren von ihrem Arzt mitgeteilt bekommen.
Und je länger Sie leben, desto größer ist die Chance, dies zu bekommen.
- 80% der amerikanischen Männer wird diese Diagnose irgendwann im Leben bekommen. Und sollten Sie 80 Jahre alt werden, dann bekommen Sie es mit 90% Wahrscheinlichkeit – und diese Zahlen sind durchaus auch auf deutsche Männer übertragbar.
Was sind die Ursachen das Problems?
Diese Statistiken schreien geradezu nach einer Erklärung:
- haben wir Männer den ein Design Problem?
- oder ist etwas nicht in Ordnung mit dem, was wir tun?
- oder könnte es auch sein, dass die Ursachen dieses Problems bis heute falsch verstanden werden?
Die wahren Ursachen des Prostataproblems kommen von unserer Umwelt. Wir machen Dinge, die unsere Prostata veranlasst zu wachsen. Die Prostata ihrerseits tut nichts, als Befehle befolgen, die sie auf Zellebene erhalten hat.
Wenn wir die Befehle ändern, die die Prostata empfängt, dann hört auch diese auf zu wachsen. Denn Ihre Prostata ist perfekt geschaffen, jedoch machen wir ein „Monster“ daraus, mit all dem hormonalen Abfall, den wir ihr zumuten. Natürlich wird die Prostata anschwellen, wenn wir ihr dauernd Signale geben zu wachsen – und diese Signale sind die „falschen Hormone".
Ihre Prostata ist das männliche Gegenstück zur Gebärmutter einer Frau. Beide, sowohl Prostata als auch Gebärmutter stammen in ihrer Entwicklungsgeschichte aus denselben Zellen. Genau wie die Gebärmutter einer Frau, ist die Prostata ein Organ, das hormonellen Einflüssen stark unterliegt.
Die wahren Hintergründe einer geschwollenen Prostata:
In den 90 er Jahren tauchten Studien auf, die zeigten, dass Männer mit gutartiger Prostatavergrößerung und Prostatakrebs weniger Testosteron aufwiesen, als durchschnittlich. Dies versetzte der bis dahin gültigen Annahme einen Schlag, nämlich dass Prostataprobleme mit einem hohen Testosteronspiegel einhergingen.
Man kann also heute getrost davon ausgehen, dass hohe Testosteronwerte und Prostataprobleme nicht unbedingt etwas miteinander zu tun haben.
Jedoch hat man bald herausgefunden, dass Prostataprobleme sehr wohl etwas zu tun haben mit unserer Umwelt, denn es tauchten viele Studien auf, die belegten, dass diese Probleme fast nur in industrialisierten Ländern vorkommen - sie sind selten in Dritten Welt Ländern.
Eine Studie im Jahre 1993 hat dann das Bild vollkommen bestätigt: nämlich als aus einem Europäischen Bericht hervorging, dass Schwarze Mitbürger aus Amerika die höchste Rate an Prostatakrankheiten aufwiesen, während Schwarze Mitbürger aus Afrika die niedrigste Rate hatten.
Andere eindrucksvolle Studien folgten aus Asien, nämlich dass Chinesische Männer die wenigsten Probleme aufwiesen – jedoch sobald diese Männer nach USA umzogen und dort lebten – raten Sie einmal was passierte – sie bekamen dieselben Prostataprobleme, in derselben Häufigkeit als Männer aus den USA.
Ein weiterer Hinweis kam dann aus einer Studie, die mit Männer mit einem Defizit des 5-alpha Reduzierenden Enzyms gemacht wurde. Dieses Enzym wandelt Testosteron in DHT (Dihydrotestosterone) um. Männer ohne dieses Enzym haben sehr geringe DHT Werte aber dennoch normale oder sogar hohe Testosteron Werte – und, viel wichtiger: diese Männer bekommen fast nie Prostatakrankheiten!
DHT und Prostata:
Es folgten dann viele weitere Studien, die belegten, dass es eigentlich DHT ist, was die Prostata wachsen lässt und NICHT Testosteron. DHT bindet sich an Wachstumsrezeptoren an den Zellen der Prostata an. Und wenn DHT sich an diese Rezeptoren bindet, wird der Prostatazelle das Signal zum Wachstum gegeben.
DHT kann man im Blut messen. Wenn die Werte „normal“ sind, so geben jedoch manche Autoren den Hinweis, diese dennoch erniedrigen zu wollen.
Warum sollte man einen DHT Wert erniedrigen wollen, der normal ist?
Man muss hierbei kurz erklären, was ein Laborbefund als „normal“ bezeichnet.
Die Erklärung ist nicht kompliziert: der normale Wert bezieht sich auf das, was bei 95 % der Bevölkerung gilt. Da aber 80% der Männer im Laufe Ihres Lebens eine Vergrößerung der Prostata erfahren und DHT der größte Verursacher dieser Krankheit ist, ist es nicht wünschenswert, sich mit dem „normalen Wert“ zufrieden zu geben.
Wie man DHT Werte auf natürliche Weise verkleinert:
Mit den Jahren hat auch die pharmazeutische Industrie eingesehen, dass die Prostatavergrößerung eine Folge von DHT ist und nicht von Testosteron. Es kam das verschreibungspflichtige Medikament „Proscar“ auf den Markt, das nichts anderes macht, als die DHT Produktion zu unterbinden. Es funktioniert recht gut, jedoch sind die möglichen Nebenwirkungen:
- eine verringerte Libido.
- vergrößerte Brüste.
- und Impotenz.
Es gibt aber natürliche Medikamente, die genauso gut wirken und keine Nebenwirkungen haben.
Saw Palmetto:
Saw Palmetto ist ein natürliches Produkt, das genauso gut wirkt, wie Proscar.
In einer Studie wurden beide als völlig gleichwertig befunden, was den Effekt betrifft und es sind keine Nebeneffekte bekannt – auch kennt man keine Fälle, wo Saw Palmetto zu Impotenz geführt hätte.
Es gibt auch andere Produkte aus der traditionellen Medizin, die aus anderen Teilen der Welt stammen und ebenfalls DHT stoppen:
- Kürbiskerne
- Pygeum Bark (aus Afrika)
Sie alle haben eines gemeinsam mit Saw Palmetto: sie haben einen starken DHT Blocker, auch Beta-Sitosterol genannt.
Man weiß heute mit Gewissheit, dass diese natürlichen Beta-Sitosterol wirken, und zwar auch für Männer mit BPH Symptomen.
Bleibt nur noch eine Frage offen: warum steigen die DHT Werte in der Prostata bei älteren Männern an, während die Testosteronwerte rapide fallen? Und warum kommen Prostatakrankheiten in industrialisierten Ländern so häufig vor?
Warum sind Prostatakrankheiten in industrialisierten Ländern so häufig?
Diese Frage kann man mit einem Wort beantworten: Xenoöstrogene. Dies sind „fremde Östrogene“ (Xeno bedeutet in der Biologie „fremd“). Es dreht sich also um Östrogene, die durch Millionen von Tonnen Abfälle von Seiten der Industrie produziert werden.
Etwa vor 50 Jahren hat die moderne Industrie damit angefangen, diese Chemikalien in massiver Weise in unsere Umwelt zu schütten. Nur Jahre später, hat man die ersten hormonell bedingten Abnormalitäten festgestellt.
Die Tufts Universität in Boston, USA hat viele Beziehungen zwischen Östrogen in unserer Umwelt und die Auswirkungen derselben auf Mensch und Tier zusammengestellt:
- Piloten, die DDT per Flugzeug auf Felder versprühten, haben eine sehr geringe Anzahl von Spermien und sind meist impotent.
- Arbeiter in Insektizid verarbeitenden Arbeitsplätzen widerfuhr genau das gleiche.
- Substanzen, die bei der Plastikherstellung verwendet werden, haben sich als östrogenartig herausgestellt.
- Bisphenol-A vergiftet den Inhalt von Dosennahrung, wie sich herausgestellt hat. Diese Zinndosen werden mit Lackware bestrichen, die Polycarbonate enthalten, welches sich dann mit der Nahrung vermischt.
- Bisphenol-A wird auch bei Zahnarztplomben verwendet. Es wurden bis zu 950 Mikrogramm Bisphonol-A im Speichel der Patienten entdeckt, nachdem ein Zahn plombiert wurde.
- Andere Xenooestrogene sind: Benzylbhthalate, Dibutylphthalate, das Antioxidant Butyldroxyanisole, der Gummizusatz P-phenylpphenol und das Desinfektionsmittel O-phenylphenol. All diese addieren sich auf in Ihrem Haushalt und in Ihrer Umwelt.
...und die Liste geht noch weiter.
Hier eine kleine Liste der gefährlichsten Haushaltschemikalien. Diese sind in mehr Plätzen, als Sie denken – im Schlafzimmer, in der Küche, im Wohnzimmer, im Badezimmer, ja selbst im Kinderspielzimmer.
Der Körper absorbiert diese Chemikalien über die Haut, die Augen, die Nase, den Mund, den Rachen und über die Lunge. Die Hersteller benutzen diese Chemikalien, um tausend von Plastikprodukten zu produzieren – sie machen sie klar, weich und haltbar.

Die zwei schlimmsten sind Pthalates (spricht sich “thall–ates”) und Bisphenol-A, eine hormonähnliche Substanz. Diese täuschen den Körper und dieser hält sie für Östrogen, das weibliche Geschlechtshormon.
In Tierversuchen haben diese Chemikalien nicht wieder gutmachende Schäden angerichtet, vor allem am Fortpflanzungsorganen der jungen männlichen Tiere, wie:
- Verformte und unterentwickelte Genitalien
- Prostataprobleme
- Spermienverlust
- Permanente Nervenschäden
Es bestehen keine Zweifel, dass diese Chemikalien (Regierungsexperten schätzen bis zu 700 Chemikalien im Körper eines Amerikaners) zu großen Gesundheitsproblemen führen – die Liste reicht von Krebs, Alzheimers, bis hin zu Prostatitis und Prostatakrebs.
Östrogene und Prostatakrankheiten:
Es sind genau diese Östrogene oder besser gesagt östrogen-ähnliche Stoffe, die die Prostatakrankheiten der Männer in den Industrieländern herbeiführen – und dies wurde bereits in vielen Studien nachgewiesen:
- eine Studie vom Journal des klinischen Instituts für Endokrinologie und Metabolismus hat die Prostata von älteren Herren untersucht: Ergebnis: Patienten mit vergrößerter Prostata hatten viel mehr Östrogene an ihrer Prostata, als die Männer mit kleinerer Prostata – und es sind diese Östrogene, die letztendlich zu BPH führen.
- ein japanisches Forscherteam hat herausgefunden, dass es eine direkte Korrelation gibt zwischen einer vergrößerten Prostata und dem Verhältnis Östrogen zu freiem Testosteron. Auch hier kam man zu dem eindeutigen Ergebnis, dass eine vergrößerte Prostata in einem östrogenreichen Umfeld wächst und gedeiht.
Wir können die Industrialisierte Welt nicht ändern – aber was kann man tun?
Wie bereits an anderer Stelle gesagt: die Ratio von Testosteron zu Östrogen (T/ Ö Ratio) sollte im Optimalfall 10:1 sein - dann sind sie hormonell topfit!
Leider ist diese Ratio bei vielen von uns fast umgekehrt und zwar 1:10.
Wenn sie nun Testosteron zuführen, ohne gleichzeitig Ihre Östrogenwerte abzubauen, dann kann folgendes passieren:
...Erfahrene Bodybuilder wissen, von was die Rede ist:
Denn wenn diese sich Testosteron spritzen, ohne die gleichzeitige Einnahme von Östrogen hemmenden Präparaten (wie Indole-3-Carbinol oder DIM), dann kann es passieren, dass die Menge des gespritzten Testosterons mehr ist, als man vertragen kann -man will eben mal schnell Supermuskeln bekommen – jedoch tritt dann genau das Gegenteil ein:
Der Körper hat nicht die Fähigkeit, zu hohe Dosen zu verarbeiten - die Folge ist, dass der Körper den Überschuss von Testosteron als Östrogen ansieht. Es kann zur Bildung von Brüsten und Ablagerungen von Östrogenen an der Prostata kommen – eine Sache, die Sie als Bodybuilder bestimmt nicht wollen!
Es ist also immens wichtig, dass Sie einen Östrogen Blocker zu sich nehmen. Dies kann man am besten erreichen mit Indole-3-Carbinol oder mit DIM (siehe auch Kapitel Östrogen Blocker – wir haben dort 2 gute Präparate für Sie verlinkt!).
Diese Östrogen Blocker helfen Ihnen, die östrogen-ähnlichen Substanzen in Ihrem Körper loszuwerden.
Wie lange soll man Östrogen Blocker einnehmen?
Für immer – es sei denn Sie haben in nächster Zeit vor auszuwandern, in den Kongo oder in ein ähnlich naturbelassenes Gebiet.
Denn wenn Sie im Westen in einem industrialisierten Land leben, dann lauern diese kleinen Eindringlinge überall – im Auto, in Ihrer Wohnung, ja selbst in Ihren Zähnen.
Dies ist der einzige Ausweg, in einer vergifteten Umwelt über die "Runden zu kommen" und sowohl Potenz, als auch eine gesunde Prostata bis ins hohe Alter zu bewahren.
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Quelle:
1)
Walker, AR, et al., Cancer patterns in Three African Populations Compared With the United States Black Population. Euro J Cancer Prev 1993 jul; 2 (4): 313-20
2)
Wilt TJ, et al., Phytotherapy for Bengin Prostatic Hyperplasia. Public Health Nutr 2000 Dec; 3 (4A): 459-72
3)
Wilt TJ, et al., Phytotherapy for Bengin Prostatic Hyperplasia. Public Health Nutr 2000 Dec; 3 (4A): 459-72
4) Berges RR, et al., Randomized, placebo-controlled, double-blind clinical trial of beta-sisterol in patients with benigin prostatic hyperplasia. Beta-sisterol study group. Lancet 1995 June 17, 345 (8964): 1529-32
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